Samstag, 12. April 2014
Donnerstag, 10. April 2014
Die
Knaben erreichten bald den Gipfel, und Wilhelm vernahm ein lautes
Freudengeschrei. Es ist Montan! rief Felix seinem Vater entgegen, und Montan
trat sogleich an eine schroffe Stelle, reichte seinem Freunde die Hand und zog
ihn aufwärts. Sie umarmten und bewillkommten sich in der freien Himmelsluft mit
Entzücken.
Es
ist Jarno, rief Felix …
Kaum
aber hatten sie sich losgelassen, als Wilhelm ein Schwindel überfiel, nicht
sowohl um seinetwillen, als weil er die Kinder über dem ungeheuren Abgrunde
hängen sah. Jarno bemerkte es und hieß alle sogleich niedersitzen. Es ist
nichts natürlicher, sagte er, als daß uns vor einem großen Anblick schwindelt,
vor dem wir uns unerwartet befinden, um zugleich unsere Kleinheit und unsere
Größe zu fühlen. Aber es ist ja überhaupt kein echter Genuß als da, wo man erst
schwindeln muß.
Es
ist weit und breit, versetzte Jarno, und da du nach solchen Dingen fragst, so
merke dir, daß du gegenwärtig auf dem ältesten Gebirge, auf dem frühesten
Gestein dieser Welt sitzest. - Ist denn die Welt nicht auf einmal gemacht?
fragte Felix. – Schwerlich, versetzte Montan; gut Ding will Weile haben. –


