Freitag, 5. Juli 2024

 

Verflucht sei, wer nach falschem Rat,
Mit überfrechem Mut,
Das, was der Korse-Franke tat,
Nun als ein Deutscher tut!
Er fühle spät, er fühle früh,
Es sei ein dauernd Recht;
Ihm geh es, trotz Gewalt und Müh,
Ihm und den Seinen schlecht!

 

Ich gehe als Hofrath und Instructor des Erbprinzen in Weimarischen Dienste. Da der Antrag an mich kam, den Verstand und das Herz eines jungen Fürsten ausbilden zu helfen, der in wenigen Jahren regieren soll, konnt’ ich unmöglich anders, als denken, dies sey eine Gelegenheit mehr Gutes zu bewirken, als ich in meinem ganzen bisherigen Leben zu thun im Stande gewesen bin. Die Hofluft soll mich, wie ich hoffe, nicht anstecken.  -  Wieland an Sophie von La Roche

 

Ich habe das Vergnügen gehabt, in der Hoffnung bestätigt zu werden, welche ich mir von unserem jungen Fürsten mache. Wenn der Himmel ihn und ein paar gute Freunde, die er hat, leben läßt, sollen Sie in sechs Jahren a dato einen kleinen Hof sehen, der es verdienen soll, daß man von den Enden der Welt komme, ihn zu sehen.  -  Wieland an Friedrich Heinrich Jacobi

Dienstag, 2. Juli 2024

Hätte ich ahnen können, dass mir die Ehre zuteil werden würde, dieses Gespräch zu führen ....

Montag, 1. Juli 2024

Freitag, 28. Juni 2024

Doch nur allzurasch entschlüpften so köstliche Stunden. „Lasst mich, Kinder“, sprach er plötzlich, „einsam zu meinen Steinen dort unten eilen, denn nach solchem Gespräch geziemt dem alten Merlin, sich mit den Urelementen wieder zu befreunden.“
Wir sahen ihm lange und frohbewegt nach, als er, in seinen lichtgrauen Mantel gehüllt, feierlich ins Tal hinabstieg, bald bei diesem, bald bei jenem Mineral oder Pflanze verweilend.

Montag, 24. Juni 2024

 

Es mache ihm Freude und Beruhigung zu finden, daß der ganze Roman durchaus symbolisch sei, daß hinter den vorgeschobenen Personen durchaus etwas Allgemeines, Höheres verborgen liege. 

 

 

Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
Der Staub sich hebt;
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
Der Wandrer bebt.

Freitag, 21. Juni 2024

Allerdings benutzte Goethe gelegentliche Ereignisse, wann und wie sie ihm zu Passe kamen. Ja er wartete öfters, wie ein römischer Augur auf Vogelflug und Omen, dass sich etwas ereigne, ihm aufgehen, ins Haus kommen werde, welches zum Abschluss seiner Arbeit dienen könne, und hatte seine Tage, wo er aufs Erfinden ausging. Meistens glückte es ihm. Die Tage also, die zur Production nicht geeignet waren, nützte er zur Reflexion aus; denn er fühlte es vorher, ob er einen arbeitsamen Tag haben wird.