Samstag, 10. April 2021
Samstag, 3. April 2021
»An
eine Vernichtung ist gar nicht zu denken; aber von irgendeiner mächtigen und
dabei gemeinen Monas unterwegs angehalten und ihr untergeordnet zu werden,
diese Gefahr hat allerdings etwas Bedenkliches, und die Furcht davor wüßte ich
auf dem Wege einer bloßen Naturbetrachtung meinesteils nicht ganz zu
beseitigen.«
Freitag, 2. April 2021
Eines Tages machte die Baronesse die Bemerkung, daß man nicht deutlicher sehen könne, wie ungebildet in jedem Sinne die Menschen seien, als in solchen Augenblicken allgemeiner Verwirrung und Not. »Die bürgerliche Verfassung«, sagte sie, »scheint wie ein Schiff zu sein, das eine große Anzahl Menschen, alte und junge, gesunde und kranke, über ein gefährliches Wasser auch selbst zu Zeiten des Sturms hinüberbringt; nur in dem Augenblicke, wenn das Schiff scheitert, sieht man, wer schwimmen kann, und selbst gute Schwimmer gehen unter solchen Umständen zugrunde.«
Umgeben
von diesen Besuchen, ward sie aufs angenehmste überrascht, als der Geheimerat
von S. mit seiner Familie bei ihr ankam, ein Mann, dem die Geschäfte von Jugend
auf zum Bedürfnis geworden waren, ein Mann, der das Zutrauen seines Fürsten
verdiente und besaß. Er hielt sich streng an Grundsätze und hatte über manche
Dinge seine eigene Denkweise. Er war genau im Reden und Handeln und forderte
das gleiche von andern. Ein konsequentes Betragen schien ihm die höchste
Tugend.
Freitag, 26. März 2021
Mahadöh, der Herr der Erde,
Kommt
herab zum sechsten Mal,
Daß
er unsersgleichen werde,
Mitzufühlen
Freud und Qual.
Er
bequemt sich, hier zu wohnen,
Läßt
sich alles selbst geschehn.
Soll
er strafen oder schonen,
Muß
er Menschen menschlich sehn.
Und
hat er die Stadt sich als Wandrer betrachtet,
Die
Großen belauert, auf Kleine geachtet,
Verläßt
er sie Abends, um weiter zu gehn.
