Donnerstag, 5. April 2007

merkwürdig
recht schön

Mittwoch, 4. April 2007

So die Welt um sich herum vermodern und in die Elemente zurückkehren sehen zu müssen, ohne Aussicht, wann daraus etwas entstehe, sei zum Tollwerden für die Alten.
Welcher Dämon hat ihm diese Hälfte angeschmiedet? Es gehört zu den Rätseln der Menschen-Bestimmung.

Dienstag, 3. April 2007

Es ist mit den vortrefflichen Naturen so wenig Auskommen wie mit den gemeinen. Diese sind borniert, und die andern ungleich. Das eine Mal lassen sie wie Gott alles gelten, wissen alles zu schätzen; das andere Mal ist nichts recht, soll nichts sein, als was sie leisten, verstehen oder zu verstehen glauben.

Montag, 2. April 2007

Freitag, 30. März 2007

Die Grossfürstin war bei ihr und Goethe, und er war unbeschreiblich liebenswürdig und geistreich.
Goethe sagte mir noch, er lebe wie die unsterblichen Götter, und habe weder Freude noch Leid.
Dann ging ich hinab und fand Goethe mit dem Kanzler auch noch am Tisch. Ich setzte mich zu ihnen und trank noch ein Glas Champagner aus Goethes Glase.
Der Aberglaube ist den Dichtern zuträglich, sagte Goethe. Ich bemerkte: Wie die wilde unbebaute Natur erst dem Landschafter die schicklichen Gegenstände für seine Kunst darbietet, nicht die bebauten Äcker, die ebenen Wiesen, die geraden Strassen, die regelmässigen Gebäude. Die pathologischen Zustände nutzt der Dichter. Der Irrtum ist mannigfaltig, ist farbig; die Wahrheit ist einfach und weiss.