Freitag, 21. März 2008

Sollen, Wollen Können – diese Dinge gehören in aller Kunst zusammen, damit etwas gemacht werde. Häufig findet sich im Leben nur eins von diesen dreien oder zwei, als

Sollen und Wollen, aber nicht können;
Sollen und Können, aber nicht wollen;
Wollen und Können, aber nicht sollen;


d.h.
es will einer, was er soll, aber er kann's nicht machen;
es kann einer, was er soll, aber er will's nicht;

es will und kann einer, aber er weiß nicht, was er soll.

Donnerstag, 20. März 2008

Weiber scheinen keiner Ideen fähig, - kommen mir sämtlich vor wie die Franzosen, - nehmen überhaupt von den Männern mehr, als dass sie geben ....
Kohlrausch und ich kamen in einer Art von Ekstase zurück, und ich konnte den Abend vor Freuden kaum einschlafen.
Nun sprach er von seiner glücklichen Jugend; damals hätte man Jahre verlieren dürfen, jetzt keinen Tag; die Welt sei ernsthafter geworden; wie der Schiffbrüchige müssten wir uns an die Planke halten, die uns rettete, und die verlorenen Kisten und Kasten uns aus dem Sinne schlagen.
Ich habe nie eine so angenehme halbe Stunde erlebt.
„Wie in Rom ausser den Römern noch ein Volk von Statuen, so sei ausser dieser realen Welt noch eine Welt des Wahns viel mächtiger beinahe, in der die meisten leben.“
„Eine stille ernsthafte Frau ist übel daran mit einem lustigen Manne. Ein ernsthafter Mann nicht so mit einer lustigen Frau.“
Ich sagte dazu: „So dankt er Gott, dass er es nicht nötig hat, lustig zu sein.“

Mittwoch, 19. März 2008

Dienstag, 18. März 2008

Aus dem persönlichen Umgang mit ihm kömmt in aller Ewigkeit nichts heraus.
Wer die Weiber hasst, ist im Grunde galanter gegen sie, als wer sie liebt; denn jener hält sie für unüberwindlich, dieser hofft noch mit ihnen fertig zu werden.
Ich sehe Goethe täglich beim Herzog, und ich kann Dir nicht sagen, wie seltsam mir der Mann wohlgefällt; noch ist mir niemand vorgekommen, der meinem Innern so wohltäte; ich kann ihn nicht ohne ein heimliches Lächeln betrachten! Ich spreche zu niemandem lieber als zu ihm ... Aus dem einen Auge blickt ihm ein Teufel, und seine Rede ist eine tiefe Ironie aller menschlichen Dinge; wenn er zuweilen im engen Kreise recht heiter ist und das Gespräch allmählich bunt wird, dann weist er uns zuweilen zurecht und nennt uns: ihr Kinder! ...
Goethe spricht leise und sehr gemessen, aber mit einer unglaublichen Sicherheit und funkelnden Augen, die seltsam genug mit der Ruhe und dem Masse in seinen Worten abstechen.