Sollen, Wollen Können – diese Dinge gehören in aller Kunst zusammen, damit etwas gemacht werde. Häufig findet sich im Leben nur eins von diesen dreien oder zwei, als
Sollen und Wollen, aber nicht können;
Sollen und Können, aber nicht wollen;
Wollen und Können, aber nicht sollen;
d.h.
es will einer, was er soll, aber er kann's nicht machen;
es kann einer, was er soll, aber er will's nicht;
es will und kann einer, aber er weiß nicht, was er soll.
Freitag, 21. März 2008
Donnerstag, 20. März 2008
Nun sprach er von seiner glücklichen Jugend; damals hätte man Jahre verlieren dürfen, jetzt keinen Tag; die Welt sei ernsthafter geworden; wie der Schiffbrüchige müssten wir uns an die Planke halten, die uns rettete, und die verlorenen Kisten und Kasten uns aus dem Sinne schlagen.
Ich habe nie eine so angenehme halbe Stunde erlebt.
Mittwoch, 19. März 2008
Dienstag, 18. März 2008
Ich sehe Goethe täglich beim Herzog, und ich kann Dir nicht sagen, wie seltsam mir der Mann wohlgefällt; noch ist mir niemand vorgekommen, der meinem Innern so wohltäte; ich kann ihn nicht ohne ein heimliches Lächeln betrachten! Ich spreche zu niemandem lieber als zu ihm ... Aus dem einen Auge blickt ihm ein Teufel, und seine Rede ist eine tiefe Ironie aller menschlichen Dinge; wenn er zuweilen im engen Kreise recht heiter ist und das Gespräch allmählich bunt wird, dann weist er uns zuweilen zurecht und nennt uns: ihr Kinder! ...
Goethe spricht leise und sehr gemessen, aber mit einer unglaublichen Sicherheit und funkelnden Augen, die seltsam genug mit der Ruhe und dem Masse in seinen Worten abstechen.
Goethe spricht leise und sehr gemessen, aber mit einer unglaublichen Sicherheit und funkelnden Augen, die seltsam genug mit der Ruhe und dem Masse in seinen Worten abstechen.
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