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Sonntag, 23. August 2026
Dienstag, 2. Juli 2024
Sonntag, 23. Dezember 2018
Schwer würde ich einige besondere Sprüche aus dem lebenreichen Ganzen aussondern! die festesten, kräftigsten Äusserungen, die feinsten, erfreulichsten Wendungen, voll Gestalt im Hervorkommen, zerflossen mir unter den Händen, wenn ich sie dem Gedächtnisse zum Behalten und Überliefern einprägen wollte.
Sonntag, 27. September 2015
„Seht, lieben Kinder, was wäre ich denn, wenn ich nicht immer mit klugen Leuten umgegangen wäre und von ihnen gelernt hätte? Nicht aus Büchern, sondern durch lebendigen Ideentausch, durch heitre Geselligkeit müsst ihr lernen!“
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Klugheit
Freitag, 4. April 2008
Schwer würde ich einige besondere Sprüche aus dem lebenreichen Ganzen aussondern! die festesten, kräftigsten Äusserungen, die feinsten, erfreulichsten Wendungen, voll Gestalt im Hervorkommen, zerflossen mir unter den Händen, wenn ich sie dem Gedächtnisse zum Behalten und Überliefern einprägen wollte.
Samstag, 22. März 2008
Goethe (aus einer andern Stube). »Sie haben mir einen Brief von Herrn Maimon gebracht?«
Ich: »Zu Befehl.«Goethe: »heißen?«
Ich: »Veit«
Goethe: »Ich freue mich recht sehr.«
Ich: »Ich hatte schon vor anderthalb Jahren die Ehre, Sie zu sehen, durch eine Empfehlung des verstorbenen Hofraths Moritz.«
Goethe: »Ach ja! Auch ist mir Ihr Gesicht recht bekannt. Nun wie geht es denn Herrn Maimon?«
Ich sagte ihm hierauf sein jetziges Verhältniß und daß er nebenher von dem geringen Ertrag seiner Schriften lebt.
Goethe: »Ei, ei! Und er schreibt so starke Sachen und so hübsch.«
Ich: »Ja! und hat das schwerste Fach.«
Goethe: »Ganz gewiß, das schwerste von allen. Man kennt ihn gar nicht so recht; das Publikum ist gar klein. Ich wollte, er käme her.«
Ich: »Haben Sie seine neue Theorie gesehen, Herr Geheimerath?«
Goethe: »O wohl! Er hat mir auch seinen Plan zur Erfindungslehre geschickt; das muß er ausführen.«
Ich: »Zu Befehl.«Goethe: »heißen?«
Ich: »Veit«
Goethe: »Ich freue mich recht sehr.«
Ich: »Ich hatte schon vor anderthalb Jahren die Ehre, Sie zu sehen, durch eine Empfehlung des verstorbenen Hofraths Moritz.«
Goethe: »Ach ja! Auch ist mir Ihr Gesicht recht bekannt. Nun wie geht es denn Herrn Maimon?«
Ich sagte ihm hierauf sein jetziges Verhältniß und daß er nebenher von dem geringen Ertrag seiner Schriften lebt.
Goethe: »Ei, ei! Und er schreibt so starke Sachen und so hübsch.«
Ich: »Ja! und hat das schwerste Fach.«
Goethe: »Ganz gewiß, das schwerste von allen. Man kennt ihn gar nicht so recht; das Publikum ist gar klein. Ich wollte, er käme her.«
Ich: »Haben Sie seine neue Theorie gesehen, Herr Geheimerath?«
Goethe: »O wohl! Er hat mir auch seinen Plan zur Erfindungslehre geschickt; das muß er ausführen.«
Freitag, 21. März 2008
Jener Feigenbaum, diese kleine Schlange, der Cocon, der dort vor dem Fenster liegt und seine Zukunft ruhig erwartet, alles das sind inhaltschwere Signaturen; ja, wer nur ihre Bedeutung recht zu entziffern vermöchte, der würde alles Geschriebenen und alles Gesprochenen bald zu entbehren im Stande sein! Je mehr ich darüber nachdenke, es ist etwas so unnützes, so Müßiges, ich möchte fast sagen Geckenhaftes im Reden, daß man vor dem stillen Ernste der Natur und ihrem Schweigen erschrickt, sobald man sich ihr vor einer einsamen Felsenwand oder in der Einöde eines alten Berges gesammelt entgegenstellt!
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Donnerstag, 20. März 2008
Samstag, 22. September 2007
Goethe ward im Laufe des Gesprächs immer freier und mittheilender. Ich blieb länger als eine Stunde, und er sagte mir beim Abschiede viel Gutes.
Seine Gestalt ist noch schön zu nennen, seine Stirn und Augen sind besonders majestätisch. Er ist groß und wohlgebaut und von so rüstigem Ansehen, daß man nicht wohl begreift, wie er sich schon seit Jahren hat für zu alt erklären können, um noch in Gesellschaft und an Hof zu gehen.
Seine Gestalt ist noch schön zu nennen, seine Stirn und Augen sind besonders majestätisch. Er ist groß und wohlgebaut und von so rüstigem Ansehen, daß man nicht wohl begreift, wie er sich schon seit Jahren hat für zu alt erklären können, um noch in Gesellschaft und an Hof zu gehen.
Dienstag, 4. September 2007
Freitag, 15. Juni 2007
Donnerstag, 31. Mai 2007
Ich finde überhaupt, dass gewisse Eigenschaften bei allen Dichtern, sie mögen noch so verschieden sein, wiederkehren. Dahin gehört auch eine Uebermacht der innern Tätigkeit oder innern Erscheinungen, die den gewöhnlichen Fluss der Rede unterbrechen, und Hand, Blick, Wort und Mienen plötzlich in eine ungemessene Bewegung setzen. Goethe, der durch Ruhe und Haltung in seinem ganzen Betragen sich vor den übrigen auszeichnet, kann doch solcher Anfechtungen, wo der Geist gewaltsam hervordringt, sich nicht erwehren, und ist in solchen Augenblicken den andern Dichtern vollkommen gleich.
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Mittwoch, 30. Mai 2007
Mittwoch, 16. Mai 2007
Es ist Goethen sehr schade, so ungeheuer allein zu sein, denn so viel Menschen er auch vorübergehend sieht, ist er mit keinem vertraut und hat mir versichert, dass, wenn er Meyer und mich ausnähme, im ganzen weiten Deutschland niemand sei, mit dem er eigentlich frei reden möge und könne. Er versauert wohl vielleicht nicht so, aber er verknöchert und verhärtet wirklich und wird auch entsetzlich intolerant und im Gespräch manieriert. Er hatte, wie du weisst, immer gewisse Lieblingsausdrücke, die halbsagend waren und ihm eigentlich als Aushilfe galten, wenn er zu träge war, seine Ideen recht bestimmt auszudrücken. Aber noch nie habe ich den Gebrauch davon so häufig als diesmal bemerkt. Er begleitet sie auch jetzt mehr mit Mienen und muss einem, der nicht daran gewöhnt ist, sehr wunderbar vorkommen. ... Das ist eins der schrecklichsten Dinge in der Ehe, dass Mann und Frau sich durch Gewohnheit und die Befriedigung kleiner physischer Bedürfnisse so herabstimmen, dass sie das Mittelmässige und sogar das Gemeine gut und selbst unentbehrlich finden.
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