Samstag, 28. Dezember 2013
Donnerstag, 26. Dezember 2013
Freitag, 20. Dezember 2013
Dienstag, 10. Dezember 2013
Sonntag, 8. Dezember 2013
Soeben
schließe ich eine angenehme, halb wunderbare Geschichte, die ich für dich aus
dem Munde eines gar wackern Mannes aufgeschrieben habe. Wenn es nicht ganz
seine Worte sind, wenn ich hie und da meine Gesinnungen bei Gelegenheit der
seinigen ausgedrückt habe, so war es bei der Verwandtschaft, die ich hier mit ihm
fühlte, ganz natürlich. Jene Verehrung seines Weibes, gleicht sie nicht
derjenigen, die ich für dich empfinde? und hat nicht selbst das Zusammentreffen
dieser beiden Liebenden etwas Ähnliches mit dem unsrigen? Daß er aber glücklich
genug ist, neben dem Tiere herzugehen, das die doppelt schöne Bürde trägt, daß
er mit seinem Familienzug abends in das alte Klostertor eindringen kann, daß er
unzertrennlich von seiner Geliebten, von den Seinigen ist, darüber darf ich ihn
wohl im stillen beneiden. Dagegen darf ich nicht einmal mein Schicksal
beklagen, weil ich dir zugesagt habe, zu schweigen und zu dulden, wie du es
auch übernommen hast.
Es
sei dieses Gestein überblieben von einer großen Masse, die ein Fremder vor
kurzem von hier weggesendet. Er nannte ihn Montan, und du kannst denken, daß
ich mich freute, diesen Namen zu hören, unter dem einer von unsern besten
Freunden reist, dem wir so manches schuldig sind. Indem ich nach Zeit und
Umständen fragte, kann ich hoffen, ihn auf meiner Wanderung bald zu treffen.
Samstag, 7. Dezember 2013
Freitag, 6. Dezember 2013
Donnerstag, 5. Dezember 2013
Dienstag, 3. Dezember 2013
Samstag, 30. November 2013
Montag, 25. November 2013
Donnerstag, 21. November 2013
Freitag, 15. November 2013
Dienstag, 12. November 2013
Freitag, 8. November 2013
Sonntag, 3. November 2013
Donnerstag, 24. Oktober 2013
Sonntag, 20. Oktober 2013
Samstag, 19. Oktober 2013
Freitag, 11. Oktober 2013
Donnerstag, 10. Oktober 2013
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Dienstag, 8. Oktober 2013
Es ist nicht genug, daß man Talent habe, es gehört mehr dazu, um gescheit zu werden; man muß auch in großen Verhältnissen leben und Gelegenheit haben, den spielenden Figuren der Zeit in die Karten zu sehen und selber zu Gewinn und Verlust mitzuspielen.
Samstag, 5. Oktober 2013
Dienstag, 1. Oktober 2013
Samstag, 28. September 2013
Montag, 23. September 2013
Dienstag, 17. September 2013
Samstag, 14. September 2013
Mittwoch, 11. September 2013
Dienstag, 10. September 2013
Freitag, 6. September 2013
Dienstag, 3. September 2013
Ein
paar neue Körbe wurden angeschafft, und ein Netz von bunten Schnüren, Flocken
und Quasten, mit klingenden Metallstiften untermischt, zierte den Hals des
langohrigen Geschöpfs, das sich nun bald neben seinem Musterbilde an der Wand
zeigen durfte. Niemanden fiel ein, über mich zu spotten, wenn ich in diesem
Aufzuge durchs Gebirge kam: denn man erlaubt ja gern der Wohltätigkeit eine
wunderliche Außenseite.
Ihr denkt, ohne daß ich es weitläufig beschreibe, wie wunderlich mir zumute war. Was ich so lange gesucht, hatte ich wirklich gefunden. Es war mir, als wenn ich träumte, und dann gleich wieder, als ob ich aus einem Traume erwachte. Diese himmlische Gestalt, wie ich sie gleichsam in der Luft schweben und vor den grünen Bäumen sich her bewegen sah, kam mir jetzt wie ein Traum vor, der durch jene Bilder in der Kapelle sich in meiner Seele erzeugte. Bald schienen mir jene Bilder nur Träume gewesen zu sein, die sich hier in eine schöne Wirklichkeit auflösten.
Schon
hatte sie mich für das ganze Leben gewonnen, als wir in dem Orte vor der Türe
jener guten Frau anlangten und ich schon eine schmerzliche Trennung vor mir
sah. Nochmals durchlief ich ihre ganze Gestalt, und als meine Augen an den Fuß
herabkamen, bückte ich mich, als wenn ich etwas am Gurte zu tun hätte, und
küßte den niedlichsten Schuh, den ich in meinem Leben gesehen hatte, doch ohne
daß sie es merkte.
Mittwoch, 28. August 2013
Sonntag, 25. August 2013
Donnerstag, 22. August 2013
Mittwoch, 21. August 2013
Und ehren die Verworfnen, die uns ehren.
Die Menschen kennen sich einander nicht;
Nur die Galerensclaven kennen sich,
Die eng' an Eine Bank geschmiedet keuchen;
Wo keiner was zu fordern hat und keiner
Was zu verlieren hat, die kennen sich!
Wo jeder sich für einen Schelmen gibt,
Und seines Gleichen auch für Schelmen nimmt.
Doch wir verkennen nur die andern höflich,
Damit sie wieder uns verkennen sollen.
Donnerstag, 15. August 2013
Montag, 12. August 2013
Und so wird denn auch der Wert eines jeden Geheimnisses zerstört, der Volksglaube selbst entweiht; Eigenschaften, die sich vorher naturgemäß auseinanderenwickelten, arbeiten wie streitende Elemente gegeneinander, und so ist das Tohuwabohu wieder da, aber nicht das erste, befruchtete, gebärende, sondern ein absterbendes, in Verwesung übergehendes, aus dem der Geist Gottes kaum selbst eine ihm würdige Welt abermals erschaffen könnte.
Sonntag, 11. August 2013
Samstag, 10. August 2013
Doch
ich darf ja von allem dem nicht reden. Deine zarten Gebote will ich nicht
übertreten; auf diesem Gipfel sei es das letztemal, daß ich das Wort Trennung
vor dir ausspreche. Mein Leben soll eine Wanderschaft werden. Sonderbare
Pflichten des Wanderers habe ich auszuüben und ganz eigene Prüfungen zu
bestehen. Wie lächle ich manchmal, wenn ich die Bedingungen durchlese, die mir
der Verein, die ich mir selbst vorschrieb! Manches wird gehalten, manches
übertreten; aber selbst bei der Übertretung dient mir dies Blatt, dieses
Zeugnis von meiner letzten Beichte, meiner letzten Absolution statt eines
gebietenden Gewissens, und ich lenke wieder ein. Ich hüte mich, und meine
Fehler stürzen sich nicht mehr wie Gebirgswasser einer über den andern.
Mittwoch, 7. August 2013
Montag, 5. August 2013
Nicht
über drei Tage soll ich unter einem Dache bleiben. Keine Herberge soll ich
verlassen, ohne daß ich mich wenigstens eine Meile von ihr entferne. Diese
Gebote sind wahrhaft geeignet, meine Jahre zu Wanderjahren zu machen und zu
verhindern, daß auch nicht die geringste Versuchung des Ansiedelns bei mir sich
finde. Dieser Bedingung habe ich mich bisher genau unterworfen, ja mich der
gegebenen Erlaubnis nicht einmal bedient. Hier ist eigentlich das erstemal, daß
ich stillhalte, das erstemal, daß ich die dritte Nacht in demselben Bette
schlafe. Von hier sende ich dir manches bisher Vernommene, Beobachtete,
Gesparte, und dann geht es morgen früh auf der andern Seite hinab, fürerst zu
einer wunderbaren Familie, zu einer heiligen Familie möchte ich wohl sagen, von
der du in meinem Tagebuche mehr finden wirst. Jetzt lebe wohl und lege dieses
Blatt mit dem Gefühl aus der Hand, daß es nur eins zu sagen habe, nur eines
sagen und immer wiederholen möchte, aber es nicht sagen, nicht wiederholen
will, bis ich das Glück habe, wieder zu deinen Füßen zu liegen und auf deinen
Händen mich über alle das Entbehren auszuweinen.
Du
sollst keine Klagen mehr von mir hören; du sollst nur hören, was dem Wanderer
begegnet. Und doch kreuzen sich, indem ich schließen will, nochmals tausend
Gedanken, Wünsche, Hoffnungen und Vorsätze. Glücklicherweise treibt man mich
hinweg. Der Bote ruft, und der Wirt räumt schon wieder auf in meiner Gegenwart,
eben als wenn ich hinweg wäre, wie gefühllose, unvorsichtige Erben vor dem
Abscheidenden die Anstalten, sich in Besitz zu setzen, nicht verbergen.
Was
aber die Aufmerksamkeit des Wanderers am meisten erregte, waren farbige, auf
die Wand gemalte Bilder, die unter den Fenstern in ziemlicher Höhe, wie
Teppiche, um drei Teile der Kapelle herumreichten und bis auf ein Getäfel
herabgingen, das die übrige Wand bis zur Erde bedeckte. Die Gemälde stellten
die Geschichte des heiligen Joseph vor.
Donnerstag, 1. August 2013
Dienstag, 30. Juli 2013
Freitag, 26. Juli 2013
Donnerstag, 25. Juli 2013
Montag, 15. Juli 2013
Mittwoch, 10. Juli 2013
Dienstag, 9. Juli 2013
Samstag, 6. Juli 2013
Freitag, 5. Juli 2013
Er stieg aufwärts und verspätete sich dadurch den Sonnenuntergang. Das himmlische Gestirn, das er mehr denn einmal verloren hatte, erleuchtete ihn wieder, als er höher trat, und noch war es Tag, als er an seiner Herberge anlangte. Nochmals erfreute er sich der großen Gebirgsansicht und zog sich sodann auf sein Zimmer zurück, wo er sogleich die Feder ergriff und einen Teil der Nacht mit Schreiben zubrachte.
Mittwoch, 3. Juli 2013
Sonntag, 30. Juni 2013
Sonntag, 16. Juni 2013
Samstag, 15. Juni 2013
Donnerstag, 13. Juni 2013
Zu Gestalten drücken,
An der eignen Hände Sohn
Steigern sein Entzücken.
Aber uns ist wonnereich,
In den Euphrat greifen
Und im flüss'gen Element
Hin und wieder schweifen.
Lied, es wird erschallen:
Schöpft des Dichters reine Hand,
Wasser wird sich ballen.
Montag, 10. Juni 2013
Montag, 3. Juni 2013
Montag, 20. Mai 2013
Montag, 13. Mai 2013
Mittwoch, 8. Mai 2013
Sonntag, 5. Mai 2013
Er findet des Vaters Haus gebaut;
Und wenn das Ohr sich erst vertraut,
Ihm tönt der Muttersprache Laut;
Gewahrt es dies und jenes nah,
Man fabelt ihm, was fern geschah,
Umsittigt ihn, wächst er heran;
Er findet eben alles getan.
Man rühmt ihm dies, man preist ihm das:
Er wäre gar gern auch etwas;
Wie er soll wirken, schaffen, lieben,
Das steht ja alles schon geschrieben
Und, was noch schlimmer ist, gedruckt;
Da steht der junge Mensch verduckt,
Und endlich wird ihm offenbar:
Er sei nur, was ein andrer war.





















