Donnerstag, 26. Dezember 2013
Freitag, 20. Dezember 2013
Freitag, 6. Dezember 2013
Donnerstag, 5. Dezember 2013
Samstag, 30. November 2013
Donnerstag, 21. November 2013
Freitag, 15. November 2013
Dienstag, 12. November 2013
Sonntag, 3. November 2013
Sonntag, 20. Oktober 2013
Samstag, 19. Oktober 2013
Donnerstag, 10. Oktober 2013
Dienstag, 8. Oktober 2013
Es ist nicht genug, daß man Talent habe, es gehört mehr dazu, um gescheit zu werden; man muß auch in großen Verhältnissen leben und Gelegenheit haben, den spielenden Figuren der Zeit in die Karten zu sehen und selber zu Gewinn und Verlust mitzuspielen.
Dienstag, 1. Oktober 2013
Samstag, 14. September 2013
Dienstag, 10. September 2013
Mittwoch, 28. August 2013
Donnerstag, 22. August 2013
Mittwoch, 21. August 2013
Und ehren die Verworfnen, die uns ehren.
Die Menschen kennen sich einander nicht;
Nur die Galerensclaven kennen sich,
Die eng' an Eine Bank geschmiedet keuchen;
Wo keiner was zu fordern hat und keiner
Was zu verlieren hat, die kennen sich!
Wo jeder sich für einen Schelmen gibt,
Und seines Gleichen auch für Schelmen nimmt.
Doch wir verkennen nur die andern höflich,
Damit sie wieder uns verkennen sollen.
Montag, 12. August 2013
Und so wird denn auch der Wert eines jeden Geheimnisses zerstört, der Volksglaube selbst entweiht; Eigenschaften, die sich vorher naturgemäß auseinanderenwickelten, arbeiten wie streitende Elemente gegeneinander, und so ist das Tohuwabohu wieder da, aber nicht das erste, befruchtete, gebärende, sondern ein absterbendes, in Verwesung übergehendes, aus dem der Geist Gottes kaum selbst eine ihm würdige Welt abermals erschaffen könnte.
Dienstag, 30. Juli 2013
Donnerstag, 25. Juli 2013
Montag, 15. Juli 2013
Dienstag, 9. Juli 2013
Samstag, 6. Juli 2013
Freitag, 5. Juli 2013
Er stieg aufwärts und verspätete sich dadurch den Sonnenuntergang. Das himmlische Gestirn, das er mehr denn einmal verloren hatte, erleuchtete ihn wieder, als er höher trat, und noch war es Tag, als er an seiner Herberge anlangte. Nochmals erfreute er sich der großen Gebirgsansicht und zog sich sodann auf sein Zimmer zurück, wo er sogleich die Feder ergriff und einen Teil der Nacht mit Schreiben zubrachte.
Mittwoch, 3. Juli 2013
Sonntag, 30. Juni 2013
Sonntag, 16. Juni 2013
Samstag, 15. Juni 2013
Donnerstag, 13. Juni 2013
Zu Gestalten drücken,
An der eignen Hände Sohn
Steigern sein Entzücken.
Aber uns ist wonnereich,
In den Euphrat greifen
Und im flüss'gen Element
Hin und wieder schweifen.
Lied, es wird erschallen:
Schöpft des Dichters reine Hand,
Wasser wird sich ballen.
Montag, 10. Juni 2013
Montag, 3. Juni 2013
Montag, 20. Mai 2013
Montag, 13. Mai 2013
Mittwoch, 8. Mai 2013
Sonntag, 5. Mai 2013
Er findet des Vaters Haus gebaut;
Und wenn das Ohr sich erst vertraut,
Ihm tönt der Muttersprache Laut;
Gewahrt es dies und jenes nah,
Man fabelt ihm, was fern geschah,
Umsittigt ihn, wächst er heran;
Er findet eben alles getan.
Man rühmt ihm dies, man preist ihm das:
Er wäre gar gern auch etwas;
Wie er soll wirken, schaffen, lieben,
Das steht ja alles schon geschrieben
Und, was noch schlimmer ist, gedruckt;
Da steht der junge Mensch verduckt,
Und endlich wird ihm offenbar:
Er sei nur, was ein andrer war.
Donnerstag, 2. Mai 2013
Mittwoch, 24. April 2013
Dienstag, 23. April 2013
Montag, 22. April 2013
Dienstag, 9. April 2013
Freitag, 5. April 2013
Mittwoch, 3. April 2013
Mittwoch, 27. März 2013
Samstag, 23. März 2013
Mittwoch, 20. März 2013
Sie
sind durch ein so wunderliches Vorzimmer in unsere Gesellschaft geraten und
fanden manches wirklich Seltsame und Sonderbare, so daß ich vermuten darf, Sie
wünschen einen Zusammenhang von allem diesem zu wissen. Alles beruht auf Geist
und Sinn meines trefflichen Oheims. Die kräftigen Mannsjahre dieses Edlen
fielen in die Zeit der Beccaria und Filangieri; die Maximen einer allgemeinen
Menschlichkeit wirkten damals nach allen Seiten. Dies Allgemeine jedoch bildete
sich der strebende Geist, der strenge Charakter nach Gesinnungen aus, die sich
ganz aufs Praktische bezogen. Er verhehlte uns nicht, wie er jenen liberalen
Wahlspruch: «Den Meisten das Beste!» nach seiner Art verwandelt und «Vielen das
Erwünschte» zugedacht. Die Meisten lassen sich nicht finden noch kennen, was
das Beste sei, noch weniger ausmitteln. Viele jedoch sind immer um uns her; was
sie wünschen, erfahren wir, was sie wünschen sollten, überlegen wir, und so
läßt sich denn immer Bedeutendes tun und schaffen.
Angelangt
am bestimmten Orte, einem geräumigen Försterhause im Walde, fand sich die
Gesellschaft zusammen und bereits eine kleine Tafel gedeckt. »Setzen wir uns«,
sagte Hersilie; »hier steht zwar der Stuhl des Oheims, aber gewiß wird er nicht
kommen, wie gewöhnlich. Es ist mir gewissermaßen lieb, daß unser neuer Gast,
wie ich höre, nicht lange bei uns verweilen wird: denn es müßte ihm
verdrießlich sein, unser Personal kennen zu lernen, es ist das ewig in Romanen
und Schauspielen wiederholte: ein wunderlicher Oheim, eine sanfte und eine
muntere Nichte, eine kluge Tante, Hausgenossen nach bekannter Art; und käme nun
gar der Vetter wieder, so lernte er einen phantastischen Reisenden kennen, der
vielleicht einen noch sonderbarern Gesellen mitbrächte, und so wäre das leidige
Stück erfunden und in Wirklichkeit gesetzt.«
Unter manchen andern Gesprächen kamen sie auf die Neigung des werten Mannes, überall Inschriften zu belieben. »Meine Schwester«, sagte Hersilie, »weiß sie sämtlich auszulegen, mit dem Kustode versteht sie's um die Wette; ich aber finde, daß man sie alle umkehren kann und daß sie alsdann ebenso wahr sind, und vielleicht noch mehr.«
Freitag, 15. März 2013
Hersilie
fiel ein: »Dergleichen Inschriften, scheint es, hat der Oheim von den
Orientalen genommen, die an allen Wänden die Sprüche des Korans mehr verehren
als verstehen.« Juliette, ohne sich irren zu lassen, erwiderte auf obige Frage:
»Umschreiben Sie die wenigen Worte, so wird der Sinn alsobald hervorleuchten.«
»Wir
halten sein wunderliches Betragen für abgeredet mit dem Oheim. Er läßt seit
einigen Jahren nichts von sich hören, sendet anmutige, seinen Aufenthalt
verblümt andeutende Geschenke, schreibt nun auf einmal ganz aus der Nähe, will
aber nicht eher zu uns kommen, bis wir ihm von unsern Zuständen Nachricht
geben. Dies Betragen ist nicht natürlich; was auch dahinterstecke, wir müssen
es vor seiner Rückkehr erfahren. Heute abend geben wir Ihnen einen Heft Briefe,
woraus das Weitere zu ersehen ist.« Hersilie setzte hinzu: »Gestern machte ich
Sie mit einer törigen Landläuferin bekannt, heute sollen Sie von einem
verrückten Reisenden vernehmen.« – »Gestehe es nur«, fügte Juliette hinzu,
»diese Mitteilung ist nicht ohne Absicht.«
Mittwoch, 6. März 2013
Dienstag, 5. März 2013
Auf
die Frage des Oheims, was bisher begegnet, womit man sich unterhalten, fiel
Hersilie vorschnell ein: »Unser guter Gast hätte wohl über Ihre lakonischen
Inschriften verwirrt werden können, wäre ihm Juliette nicht durch einen
fortlaufenden Kommentar zu Hülfe gekommen.« – »Du hast es immer mit Julietten
zu tun«, versetzte der Oheim, »sie ist ein wackres Mädchen, das noch etwas
lernen und begreifen mag.« – »Ich möchte vieles gern vergessen, was ich weiß,
und was ich begriffen habe, ist auch nicht viel wert«, versetzte Hersilie in
Heiterkeit.
»Wenn
er vom besten Humor ist, mag er gern die Schrecknisse eines Familientisches
lebhaft schildern, wo jedes Glied mit fremden Gedanken beschäftigt sich
niedersetzt, ungern hört, in Zerstreuung spricht, muffig schweigt und, wenn gar
das Unglück kleine Kinder heranführt, mit augenblicklicher Pädagogik die
unzeitigste Mißstimmung hervorbringt. ›So manches Übel‹, sagt er, ›muß man
tragen, von diesem habe ich mich zu befreien gewußt.‹ Selten erscheint er an
unserm Tische und besetzt den Stuhl nur augenblicklich, der für ihn leer steht.
Seine Feldküche führt er mit sich umher, speist gewöhnlich allein, andere mögen
für sich sorgen. Wenn er aber einmal Frühstück, Nachtisch oder sonst
Erfrischung anbietet, dann versammeln sich alle zerstreuten Angehörigen, genießen
das Bescherte, wie Sie gesehen haben. Das macht ihm Vergnügen; aber niemand
darf kommen, der nicht Appetit mitbringt, jeder muß aufstehen, der sich gelabt
hat, und nur so ist er gewiß, immer von Genießenden umgeben zu sein. ›Will man
die Menschen ergötzen‹, hörte ich ihn sagen, ›so muß man ihnen das zu verleihen
suchen, was sie selten oder nie zu erlangen im Falle sind.‹«
Samstag, 2. März 2013
Dienstag, 26. Februar 2013
Sonntag, 10. Februar 2013
Samstag, 2. Februar 2013
immer derselbe
Goethe









