Dienstag, 11. September 2007

Vor Tisch schon rühmte Goethe, dass er wohlgetan, nach Köln zu gehen, sich von dem Herzog influenzieren zu lassen, er lasse sich ohnehin leicht bestimmen; und vom Herzog gern, denn der bestimme ihn immer zu etwas Gutem und Glücklichen, aber einige Personen seien, die einen ganz unheilbringenden Einfluss auf ihn hätten. Lange habe er es nicht gemerkt. Immer wenn sie ihm erschienen, sei ihm auch ganz unabhängig von ihnen irgend etwas Unangenehmes, Trauriges oder Unglückliches begegnet. Alle determinierten Naturen seien ihm glückbringend, so auch Napoleon.
Spinoza hat zuerst grossen und immer bleibenden Einfluss auf ihn. Dann Baco, kleines Traktätchen de Idolis - von den Trugbildern, Gespenstern. Aller Irrtum in der Welt komme von solchen Eidoleis (ich glaube, er nimmt deren zwölf hauptsächliche an). Diese Ansicht half Goethe sehr - sagte ihm ganz besonders zu. Ueberall suchte er nun nach dem Eidolon, wenn er irgend Widersprüche fand, oder Verstockung der Menschen gegen die Wahrheit, und immer war ein Eidol da. - War ihm etwas widerwärtig, stiess man gegen die allgemeine Meinung, so dachte er bald, das wird wieder ein Eidol sein, kümmerte sich nicht weiter.
Das ist ja recht schön! sagt Goethe, wenn er sonst nichts weiss.

Freitag, 7. September 2007

Donnerstag, 6. September 2007

Das alte „prematur in nonum annum“ wird von vielen missverstanden. Wenn der Dichter eigentlich fertig mit seiner Zeugung, so muss der Schriftsteller erst beginnen.

Mittwoch, 5. September 2007

Bestimmte Zahl der verschiedenen möglichen Liebesverwicklungen.

Dienstag, 4. September 2007

nun, nun
Der Gott Schiva in seiner Wut habe alles zu verbrennen und zu verheeren gedroht, da seien die Götter bei Brahma zu Rat gegangen und Wischnu hab sich in eine weibliche Scham verwandelt, welche überall herumgeschwebt; wie nun der Schiwa in seiner Wut und Grimm hin- und hergefahren im Universo, sei er immer in eine Fotze geraten und so gebändigt worden.
Er sagte mir ... wir sässen im Fegfeuer und dächten nicht, dass uns nur eine papierne Wand vom Himmel trenne. Hätten wir nur den Mut, diese durchzuschlagen, so wäre uns geholfen.
Goethe verglich an diesem Abend seine Beschäftigung mit Mineralogie und den daran geknüpften Wissenschaften mit dem Ballast in einem Luftballon. Er sagte: „Wenn man diesen zur Erde haltenden Ballast herauswirft, so gerät man in Gefahr, zu hoch in Lüften zu schweben, und muss am Ende gar, wenn man wieder herab will, ein Loch in den Ballon schneiden. Darum treibe ich solche ernste wissenschaftliche Dinge neben der Poesie.