Unsre
Dichterin hat vor ein paar Tagen geschrieben und mir ihre Geschichte mit ihrem
Mann und Liebhaber gebeichtet. Sie gesteht, das Leben mit jenem sei ihr fast
unerträglich geworden und sie habe ihn vor einiger Zeit verlassen wollen. Doch
habe sie sich zusammen genommen und sich zur Pflicht gemacht, ferner und
verträglich mit ihm zu leben. Doch hätte sie notwendig noch vorher von ihrem
Liebhaber Abschied nehmen müssen, dies sei die Veranlassung ihrer letzten Reise
gewesen, und diesen Vorsatz habe sie wirklich, obgleich nicht ohne großen
Kampf, vollführt. Von jetzt an hoffe sie alles zu ertragen und endlich noch mit
ihrer Lage zufrieden zu geben. ... Ich weiß nicht, wie ihr zu raten und zu
helfen ist, denn sie schlägt, wie es scheint, zu ihren realistischen Zwecken
gar zu sentimentalische Mittel ein. Fällt Ihnen etwas ein, so teilen Sie mir`s
mit, oder soll ich sie nach W. zu Ihnen schicken? (Schiller, an Goethe)
Montag, 20. Februar 2023
Freitag, 17. Februar 2023
Dienstag, 14. Februar 2023
Mittwoch, 8. Februar 2023
Samstag, 4. Februar 2023
Dienstag, 31. Januar 2023
So
sieht ein heitrer billiger Deutscher die Schriftsteller seiner Nation auf einer
schönen Stufe und ist überzeugt, daß sich auch das Publikum nicht durch einen
mißlaunischen Krittler werde irre machen lassen. Man entferne ihn aus der
Gesellschaft, aus der man jeden ausschließen sollte, dessen vernichtende
Bemühungen nur die Handelnden mißmutig, die Teilnehmenden lässig und die
Zuschauer mißtrauisch und gleichgültig machen könnten.
Mittwoch, 25. Januar 2023
Sie
haben wohlgethan, mir den ganzen Zustand Ihrer Seele zu entdecken; ich lege
gewiß alles zurechte, so wenig ich im Stande bin Sie ganz zu beruhigen. Mein
Etat, über den ich halten muß, wenn ich am Ende des Jahrs nicht selbst Andern
Verbindlichkeiten haben will, die sich für meinen Platz am wenigsten schicken,
erlaubt mir nicht das mindste über die 200 Thaler für Sie zu thun. Diese sollen
Sie richtig erhalten, damit suchen Sie auszukommen und sich nach und nach das
nöthige zu schaffen.
