Ihre
langen Haare waren aufgegangen und hingen von der Weinenden nieder und ihr
ganzes Wesen schien in einen Bach von Tränen unaufhaltsam dahin zu schmelzen.
Ihre starren Glieder wurden gelinder, es ergoß sich ihr Innerstes und in der
Verwirrung des Augenblickes fürchtete Wilhelm sie werde in seinen Armen
zerschmelzen und er nichts von ihr übrig behalten. Er hielte sie nur fester und
fester. – Mein Kind! rief er aus, mein Kind! du bist ja mein! wenn dich das
Wort trösten kann! du bist mein! ich werde dich behalten! dich nicht verlassen!
Ihre Tränen flossen noch immer. – Endlich richtete sie sich auf. Eine weiche
Heiterkeit glänzte von ihrem Gesichte. – Mein Vater! rief sie, du willst mich
nicht verlassen! willst mein Vater sein! – Ich bin dein Kind!

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