Er
hatte niemand von seinen Handlungen Rechenschaft gegeben, ja, selbst noch den
letzten Abend ein hartnäckiges Stillschweigen über seine Manoeuvres beobachtet.
Nun hieß er und der Steuermann hergelaufene Krämer, die ohne Kenntnis der
Schiffskunst sich aus bloßem Eigennutz den Besitz eines Fahrzeuges zu
verschaffen gewußt und nun durch Unfähigkeit und Ungeschicklichkeit alle, die
ihnen anvertraut, zugrunde richteten. Der Hauptmann schwieg und schien immer
noch auf Rettung zu sinnen; mir aber, dem von Jugend auf Anarchie
verdrießlicher gewesen als der Tod selbst, war es unmöglich, länger zu
schweigen. Ich trat vor sie hin und redete ihnen zu, mit ungefähr ebensoviel
Gemütsruhe als den Vögeln von Malcesine. Ich stellte ihnen vor, daß gerade in
diesem Augenblick ihr Lärmen und Schreien denen, von welchen noch allein
Rettung zu hoffen sei, Ohr und Kopf verwirrten, so daß sie weder denken noch
sich untereinander verständigen könnten. »Was euch betrifft«, rief ich aus,
»kehrt in euch selbst zurück und dann wendet euer brünstiges Gebet zur Mutter
Gottes, auf die es ganz allein ankommt, ob sie sich bei ihrem Sohne verwenden
mag, daß er für euch tue, was er damals für seine Apostel getan, als auf dem
stürmenden See Tiberias die Wellen schon in das Schiff schlugen, der Herr aber
schlief, der jedoch, als ihn die Trost- und Hülflosen aufweckten, sogleich dem
Winde zu ruhen gebot, wie er jetzt der Luft gebieten kann, sich zu regen, wenn
es anders sein heiliger Wille ist.«
Diese Worte taten die beste Wirkung.