Donnerstag, 24. Oktober 2013
Sonntag, 20. Oktober 2013
Samstag, 19. Oktober 2013
Wenn
das taedium vitae den Menschen ergreift, so ist er nur zu bedauern, nicht zu
schelten. Daß alle Symptome dieser wunderlichen, so natürlichen als
unnatürlichen Krankheit auch einmal mein Innerstes durchrast haben, daran läßt
Werther wohl niemand zweifeln. Ich weiß recht gut, was es mich für Entschlüsse
und Anstrengungen kostete, damals den Wellen des Todes zu entkommen, sowie ich
mich aus manchen spätern Schiffbruch auch mühsam rettete und mühselig erholte.
Und so sind nun alle die Schiffer- und Fischergeschichten. Man gewinnt nach dem
nächtlichen Sturm das Ufer wieder, der Durchnetzte trocknet sich, und den
andern Morgen, wenn die herrliche Sonne auf den glänzenden Wogen abermals
hervortritt, hat das Meer schon wieder Appetit zu Feigen.
Freitag, 11. Oktober 2013
Donnerstag, 10. Oktober 2013
Und nun sizz ich dir
gute Nacht zu sagen. Mir wars in all dem wie einer Ratte die Gift gefressen
hat, sie läuft in alle Löcher, schlurpft alle Feuchtigkeit, verschlingt alles
Essbaare das ihr in Weeg kommt und ihr innerstes glüht von unauslöschlich
verderblichem Feuer. Heut vor acht Tagen war Lili hier. Und in dieser Stunde
war ich in der grausamst feyerlichst
süsesten Lage meines ganzen Lebens mögt ich sagen.
O Gustgen warum kann
ich nichts davon sagen! Warum! Wie ich durch die glühendsten Trähnen der Liebe,
Mond und Welt schaute und mich alles seelenvoll umgab. Und in der Ferne die
Waldhorn, und der Hochzeitgäste laute Freuden. Gustgen auch seit dem Wetter bin
ich – nicht ruhig aber still – was bey mir still heisst und fürchte nur wieder
ein Gewitter das sich immer in den harmlosesten Tagen zusammenzieht, und – Gute
Nacht Engel. Einzigstes Einzigstes Mädgen – Und ich kenne ihrer Viele –
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