Freitag, 10. August 2012

Sonntag, 5. August 2012


Wer ist das würdigste Glied des Staats? Ein wackerer Bürger;
Unter jeglicher Form bleibt er der edelste Stoff.

Wie beklag' ich es tief, dass diese herrliche Seele,
Wert, mit zum Zwecke zu gehn, mich nur als Mittel begreift!

Freitag, 27. Juli 2012

Dienstag, 24. Juli 2012

Einen jedoch muss ich besonders auszeichnen, einen ernsten, sehr achtbaren Mann von der Art, wie sie zu jener Zeit unter den preußischen Kriegsleuten öfter vorkamen, mehr ästhetisch als philosophisch gebildet, ernst mit einem gewissen hypochondrischen Zug, still in sich gekehrt und zum Wohltun mit zarter Leidenschaft aufgelegt.
Denn es ging mir mit diesen Entwickelungen natürlicher Phänomene wie mit Gedichten: Ich machte sie nicht, sondern sie machten mich. Das einmal erregte Interesse behauptete sein Recht, die Produktion ging ihren Gang, ohne sich durch Kanonenkugeln und Feuerballen im mindesten stören zu lassen. Der Fürst verlangte, dass ich ihm fasslich machen sollte, wie ich in dieses Feld geraten. Hier gereichte mir nun der heutige Fall zu besonderem Nutzen und Frommen.
Dergleichen Betrachtungen anzustellen, versammelte sich eine große Gesellschaft, die überhaupt, wo es Halt gab, sich immer mit einigem Zutrauen, besonders beim Nachmittagskaffee, zusammenfügte; sie bestand aus wunderlichen Elemente, Deutschen und Franzosen, Kriegern und Diplomaten, alles bedeutende Personen, erfahren, klug, geistreich, aufgeregt durch die Wichtigkeit des Augenblicks, Männer, sämtlich von Wert und Würde, aber doch eigentlich nicht in den innern Rat gezogen und also desto mehr bemüht, auszusinnen, was beschlossen sein, was geschehen könnte.

Freitag, 20. Juli 2012

Donnerstag, 19. Juli 2012

Goethe äusserte, er habe nie auf Despoten schimpfen hören, als die selbst Despoten gewesen wären.
Er sagte weiter: „Die Weiber müssten nur lieben oder hassen; da wären sie ganz scharmant. Die Männer aber müssten weder lieben noch hassen. So käme alles wieder ins Gleichgewicht.“