Sonntag, 11. Oktober 2009
Des Dichters Glück war von jeher: Weiber, Wein, Gesang, und unseren Freund, für den ein ewiger Frühling blüht, begeistern die beiden ersten noch im Herbst seines Lebens zu den herrlichsten Gesängen. Verliebt sein ist die Weise des Hauses; verliebt ist jedermann, der darin aus- und eingeht; ich war zuletzt wahrhaftig besorgt, auch uns würde die Epidemie ergreifen.
Schön waren sie alle, am schönsten aber die, in welchen er Sie sprechen liess, und mit deren Zartheit ich nichts zu vergleichen wüsste, wie es denn wohl noch nie einen Dichter gegeben hat, der in das weibliche Gemüt so tiefe Blicke getan hat, es ist, als habe das ganze Geschlecht von der Edelsten bis zur Niedrigsten bei ihm in Beichte gesessen.
Samstag, 10. Oktober 2009
Montag, 5. Oktober 2009
Sonntag, 4. Oktober 2009
Samstag, 19. September 2009
„Meyer pflegt immer zu sagen,“ fiel Goethe lachend ein, „wenn nur das Denken nicht so schwer wäre! – „Das Schlimme aber ist,“ fuhr er heiter fort, „dass alles Denken zum Denken nichts hilft; man muss von Natur richtig sein, so dass die guten Einfälle immer wie freie Kinder Gottes vor uns dastehen und uns zurufen: da sind wir!“
Ein weit verbreiteter Name, eine hohe Stellung im Leben sind gute Dinge. Allein mit all meinem Namen und Stande habe ich es nicht weiter gebracht, als dass ich, um nicht zu verletzen, zu der Meinung anderer schweige. Dieses würde nun in der Tat ein sehr schlechter Spass sein, wenn ich dabei nicht den Vorteil hätte, dass ich erfahre, wie die anderen denken, aber sie nicht, wie ich.
Montag, 14. September 2009
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