Samstag, 10. Oktober 2009

Montag, 5. Oktober 2009

Mittags mit Goethe allein zu Tisch. Über die Nibelungen als ein von Grund aus tüchtiges Gedicht.
Er war in dieser Kleidung so jugendlich und schön, dass ich ihm um den Hals fiel und ausrief: „Ew. Exzellenz, Ihnen so zu widerstehen ist unmöglich, aber ich hoffe, Sie werden mein Unglück nicht wollen.“
Die Menschen werden weit mehr von der Sprache gebildet denn die Sprache von den Menschen.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Samstag, 19. September 2009

„Meyer pflegt immer zu sagen,“ fiel Goethe lachend ein, „wenn nur das Denken nicht so schwer wäre! – „Das Schlimme aber ist,“ fuhr er heiter fort, „dass alles Denken zum Denken nichts hilft; man muss von Natur richtig sein, so dass die guten Einfälle immer wie freie Kinder Gottes vor uns dastehen und uns zurufen: da sind wir!“
Ein weit verbreiteter Name, eine hohe Stellung im Leben sind gute Dinge. Allein mit all meinem Namen und Stande habe ich es nicht weiter gebracht, als dass ich, um nicht zu verletzen, zu der Meinung anderer schweige. Dieses würde nun in der Tat ein sehr schlechter Spass sein, wenn ich dabei nicht den Vorteil hätte, dass ich erfahre, wie die anderen denken, aber sie nicht, wie ich.

Montag, 14. September 2009

Nimmt man das Willkürliche aus dem Leben und Handeln und Verfahren weg, so hat man das Beste hinweggenommen. Sei ich noch so weise und verständig und zweckmässig: ich muss doch sterben wie der Allerunvernünftigste, wie der Tor. Und ich habe keine Freude davon gehabt, und andern keine damit gemacht.

Samstag, 12. September 2009

Freitag, 11. September 2009

Das Gespräch kam eben nicht auf erhabene Gegenstände; aber wie bedeutend ist auch das Kleinste in Goethes Munde! wie lebendig, wie frisch und heiter! - Und Goethe hat eine so herrliche Milde.