Freitag, 19. Mai 2006
Donnerstag, 18. Mai 2006
Montag, 15. Mai 2006
Montag, 8. Mai 2006
Er küßte ihre Hand und wollte aufstehn;
aber wie im Traum das Seltsamste aus dem Seltsamsten sich entwickelnd uns
überrascht, so hielt er, ohne zu wissen, wie es geschah, die Gräfin in seinen
Armen, ihre Lippen ruhten auf den seinigen, und ihre wechselseitigen lebhaften
Küsse gewährten ihnen eine Seligkeit, die wir nur aus dem ersten aufbrausenden
Schaum des frisch eingeschenkten Bechers der Liebe schlürfen.
Donnerstag, 4. Mai 2006
Donnerstag, 27. April 2006
Donnerstag, 20. April 2006
In bürgerlichen Dingen, wo alles in einer gemessnen
Ordnung geht, lässt sich weder das Gute sonderlich beschleunigen noch ein oder
das andre Übel herausheben, sie müssen zusammen wie schwarz und weise Schaafe
Einer Heerde unter einander zum Stalle herein und hinaus. Und was sich noch
thun liese, da mangelts an Menschen, an neuen
Menschen, die doch aber gleich auf der Stelle ohne Misgriff das gehörige
thäten.
Samstag, 15. April 2006
Freitag, 14. April 2006
Über wenige Dinge hat Goethe
tiefer und origineller gedacht als über den Sinn der Umgangsformen. Er ist der
Philosoph und Ethiker des Betragens, der rückschauende Lobredner der letzten
„Gesellschaft“, die es in Europa, die es vielleicht überhaupt gegeben hat,
sofern man wenigstens „Gesellschaft“ in ihrem ursprünglichen Sinn nimmt als Organisation
der Erotik.

