Für die Rückkehr aus Italien wählte Goethe
im Sommer 1788 einen Weg, der ihn durch einen ihm noch unbekannten Teil der
Schweizer Alpen, nämlich durch Graubünden führen sollte. Vorbereitungen dafür
traf er schon bei der Annäherung ans Gebirge. In Mailand besuchte er Pater
Pini, dessen Memoria mineralogica
über den Gotthard er ja bereits seit 1783 besaß – und er kaufte sich einen
Geologenhammer, wie er es in einem von Abschiedsschmerz geprägten Brief an
Knebel angekündigt hatte:
Sonntag, 30. Mai 2021
Freitag, 21. Mai 2021
Mittwoch, 19. Mai 2021
Sonntag, 25. April 2021
Der
Hofmeister gab ihm im stillen recht, der Geistliche im stillen unrecht, und die
Kammermädchen, denen seine Gestalt reizend und seine Freigebigkeit respektabel
war, hörten ihn gerne reden, weil sie sich durch seine Gesinnungen berechtigt
glaubten, ihre zärtlichen Augen, die sie bisher vor ihm bescheiden
niedergeschlagen hatten, nunmehr in Ehren nach ihm aufzuheben.
Die
Bedürfnisse des Tages, die Hindernisse des Weges, die Unannehmlichkeiten der
Quartiere führten die Gesellschaft gewöhnlich auf ein gegenwärtiges Interesse
zurück, und die große Anzahl französischer und deutscher Ausgewanderten, die
sie überall antrafen und deren Betragen und Schicksale sehr verschieden waren,
gaben ihnen oft zu Betrachtungen Anlaß, wieviel Ursache man habe, in diesen
Zeiten alle Tugenden, besonders aber die Tugend der Unparteilichkeit und
Verträglichkeit zu üben.
