Cum subit illius tristissima noctis imago,
Quod mihi supremum tempus in urbe fuit,
cum repeto noctem, qua tot mihi cara reliqui,
labitur ex oculis nunc quoque gutta meis.
Montag, 15. März 2021
Freitag, 12. März 2021
Als sie dann zu sich gekommen und sich von
den frostigen Fliesen
aufgerichtet, das Haar schmutzig, vom
Staube entstellt,
hat sie sich selber beweint und beweint
die verwaiste Behausung,
ihres entrissenen Manns Namen gerufen im
Leid,
hat dann gejammert, als sähe sie
Scheiterhaufen errichtet,
müsse der Tochter, des Manns
Leichenverbrennungen sehn;
sterben wollte sie da, von nichts mehr
wissen im Tode;
nur der Gedanke an mich hielt sie im Leben
zurück.
Lebe sie für den Entfernten, da so das
Schicksal es fügte!
Lebe sie, daß sie ihm stets tröstliche Hilfe gewährt!
Dienstag, 2. März 2021
Von
der Hegel'schen Philosophie mag ich gar nichts wissen, wiewohl Hegel selbst mir
ziemlich zusagt. So viel Philosophie als ich bis zu meinem seligen Ende
brauche, habe ich noch allenfalls, eigentlich brauche ich gar keine. Cousin hat
mir nichts Widerstrebendes, aber er begreift nicht, daß es wohl eklektische
Philosophen, aber keine eklektische Philosophie geben kann. Die Sache ist so
gewaltig schwer, sonst hätten die guten Menschen sich nicht seit Jahrtausenden
so damit abgequält. Und sie werden es nie ganz treffen. Gott hat das nicht
gewollt, sonst müßte er sie anders machen. Jeder muß selbst zusehen, wie er
sich durchhilft.
Freitag, 26. Februar 2021
Sonntag, 21. Februar 2021
Samstag, 20. Februar 2021
Freitag, 5. Februar 2021
Heute habe ich zum erstenmal Madame von Stael bei mir gesehen; es bleibt immer dieselbe Empfindung; sie gerirt sich mit aller Artigkeit noch immer grob genug als Reisende zu den Hyperboreern, deren capitale alte Fichten und Eichen, deren Eisen und Bernstein sich noch so ganz wohl in Nutz und Putz verwenden ließen; indessen nöthigt sie einen doch die alten Teppiche als Gastgeschenk und die verrosteten Waffen zur Vertheidigung hervorzuholen.
