Freitag, 25. Oktober 2019
Mittwoch, 16. Oktober 2019
Donnerstag, 10. Oktober 2019
Wenn man vorstehendes
Liedchen nicht in buchstäblichem Sinn nehmen, nicht jenen Dämon, den man
gewöhnlich Amor nennt, dabei denken, sondern eine Versammlung tätiger Geister
sich vorstellen will, die das Innerste des Menschen ansprechen, auffordern, hin
und wider ziehen und durch geteiltes Interesse verwirren, so wird man auf eine
symbolische Weise an dem Zustand teilnehmen, in dem ich mich befand, und
welchen die Auszüge aus Briefen und die bisherigen Erzählungen genugsam
darstellen. Man wird zugestehen, dass eine große Anstrengung gefordert ward,
sich gegen so vieles aufrecht zu erhalten, in Tätigkeit nicht zu ermüden und im
Aufnehmen nicht lässig zu werden.
Nachts durch die
Stadt spazierend, gelangt' ich zum Molo. Dort sah ich mit einem Blick den Mond,
den Schein desselben auf den Wolkensäumen, den sanft bewegten Abglanz im Meere,
heller und lebhafter auf dem Saum der nächsten Welle. Und nun die Sterne des
Himmels, die Lampen des Leuchtturms, das Feuer des Vesuvs, den Widerschein
davon im Wasser und viele einzelne Lichter ausgesät über die Schiffe.
Das dritte Buch von
Goethes Italienerinnerungen beginnt mit einem lateinischen Gebet, das Romulus
bei der Gründung Roms spricht:
Longa sit huic, aetas dominaeque potentia terrae,
Sitque sub hac oriens occiduusque dies.
(Ovid, Fastorum libri)
Langes Leben sei ihr beschieden und Macht zur Herrschaft über die Welt,
und untertan
sei ihr die aufgehende und untergehende Sonne.
Abonnieren
Posts (Atom)
