Mittwoch, 5. September 2012


Grausam erweiset sich Amor an mir! O spielet, ihr Musen,
Mit den Schmerzen, die er spielend im Busen erregt!
»Ich verlebe hier,« sagte Goethe, »so gute Tage wie Nächte. Oft vor Tagesanbruch bin ich wach und liege im offenen Fenster, um mich an der Pracht der jetzt zusammenstehenden drei Planeten zu weiden und an dem wachsenden Glanz der Morgenröthe zu erquicken. Fast den ganzen Tag bin ich sodann im Freien und halte geistige Zwiesprache mit den Ranken der Weinrebe, die mir gute Gedanken sagen und wovon ich euch wunderliche Dinge mittheilen könnte. Auch mache ich wieder Gedichte, die nicht schlecht sind, und möchte überall, daß es mir vergönnt wäre, in diesem Zustande so fortzuleben.« 

Dienstag, 4. September 2012

Montag, 27. August 2012


Wahrlich, das kurze Leben, es wäre dem Menschen zu gönnen, dass er es froh verbrächte.

Jeder prüfe sich und er wird finden, dass dies viel schwerer sei als man denken möchte; denn leider sind dem Menschen Worte gewöhnlich Surrogate; er denkt und weiss es meist besser, als er sich ausspricht.

Sonntag, 26. August 2012

Samstag, 25. August 2012

Bedenkt man nun, dass ein solcher Zustand, wo man sich, die Angst zu übertäuben, jeder Vernichtung aussetzte, bei drei Wochen dauerte, so wird man uns verzeihen, wenn wir über diese schrecklichen Tage wie über einen glühenden Boden hinüberzueilen trachten.
Die schönen Frauen jung und alt,
Sind nicht gemacht, sich abzuhärmen;
Und sind einmal die edlen Helden kalt,
So kann man sich an Schluckern wärmen.

Dass Glück ihm günstig sei,
Was hilfts dem Stöffel?
Denn regnets Brei,
Fehlt ihm der Löffel,

Auch das schöne Kind näherte sich mir und sagte das Verbindlichste. Ich antwortete, dass ich nichts als meine Schuldigkeit getan und die Sicherheit und Heiligkeit dieses Platzes behauptet hätte; ich gab einen Wink, und sie zogen fort.