Grausam
erweiset sich Amor an mir! O spielet, ihr Musen, Mit den Schmerzen, die er spielend im Busen erregt!
»Ich verlebe hier,«
sagte Goethe, »so gute Tage wie Nächte. Oft vor Tagesanbruch bin ich wach und
liege im offenen Fenster, um mich an der Pracht der jetzt zusammenstehenden
drei Planeten zu weiden und an dem wachsenden Glanz
der Morgenröthe zu erquicken. Fast den ganzen Tag bin ich sodann im Freien und
halte geistige Zwiesprache mit den Ranken der Weinrebe, die mir gute Gedanken
sagen und wovon ich euch wunderliche Dinge mittheilen könnte. Auch mache ich
wieder Gedichte, die nicht schlecht sind, und möchte überall, daß es mir
vergönnt wäre, in diesem Zustande so fortzuleben.«
Dienstag, 4. September 2012
Montag, 27. August 2012
Wahrlich,
das kurze Leben, es wäre dem Menschen zu gönnen, dass er es froh verbrächte.
Jeder
prüfe sich und er wird finden, dass dies viel schwerer sei als man denken
möchte; denn leider sind dem Menschen Worte gewöhnlich Surrogate; er denkt und
weiss es meist besser, als er sich ausspricht.
Sonntag, 26. August 2012
Samstag, 25. August 2012
Bedenkt man nun, dass
ein solcher Zustand, wo man sich, die Angst zu übertäuben, jeder Vernichtung
aussetzte, bei drei Wochen dauerte, so wird man uns verzeihen, wenn wir über
diese schrecklichen Tage wie über einen glühenden Boden hinüberzueilen
trachten.
Die schönen Frauen
jung und alt,
Sind nicht gemacht, sich abzuhärmen;
Und sind einmal die edlen Helden kalt,
So kann man sich an Schluckern wärmen.
Dass Glück ihm günstig
sei,
Was hilfts dem Stöffel?
Denn regnets Brei,
Fehlt ihm der Löffel,
Auch das schöne Kind
näherte sich mir und sagte das Verbindlichste. Ich antwortete, dass ich nichts
als meine Schuldigkeit getan und die Sicherheit und Heiligkeit dieses Platzes
behauptet hätte; ich gab einen Wink, und sie zogen fort.