Donnerstag, 8. Juli 2010

Wer aber nicht eine Million Leser erwartet, sollte keine Zeile schreiben.
Ich lese von Molière alle Jahr einige Stücke, so wie ich auch von Zeit zu Zeit die Kupfer nach den großen italienischen Meistern betrachte. Denn wir kleinen Menschen sind nicht fähig, die Größe solcher Dinge in uns zu bewahren, und wir müssen daher von Zeit zu Zeit immer dahin zurückkehren, um solche Eindrücke in uns anzufrischen.
Man spricht immer von Originalität, allein was will das sagen! So wie wir geboren werden, fängt die Welt an, auf uns zu wirken, und das geht so fort bis ans Ende. Und überhaupt, was können wir denn unser Eigenes nennen als die Energie, die Kraft, das Wollen! – Wenn ich sagen könnte, was ich alles großen Vorgängern und Mitlebenden schuldig geworden bin, so bliebe nicht viel übrig.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Dienstag, 6. Juli 2010

Ich fand Goethe diesen Abend in besonders hoher Stimmung und hatte die Freude, aus seinem Munde abermals manches Bedeutende zu hören.

Samstag, 3. Juli 2010

„Nun, wie gefällt Ihnen das?“ sagte Goethe; „nicht wahr, so etwas hört man nicht alle Tage?“

Freitag, 25. Juni 2010

Mittwoch, 23. Juni 2010

Er könne sechs Monate seine Arbeit voraussagen, weil er sich zu einer solchen Stimmung durch geistliche und leibliche Diätetik vorbereite.
Anekdotisch verbürgt sind schweigsame Kutschfahrten der beiden Herren, bei denen Goethe angesichts der vorbeirollenden Landschaft irgendwann ein geräuspertes "Hm, hm" hören ließ, das von Meyer knapp genug mit "So ischt's" pariert wurde.
Laß die Schnuze von der Kunscht!
Du hascht nu eimol nüt der Muose Gunscht!