Dienstag, 1. April 2008

„Gespenster die mir furchtbaar sind, und die nur du zerstreuen kannst“

Donnerstag, 27. März 2008

Jetzt macht alles Verse; doch Goethe meint, es sei niemals weniger Poesie in der Welt gewesen, als eben jetzt.
Das Volk, meinten beide, sei nur zum Schlagen, nicht zum Raten zu gebrauchen; die höhere Einsicht der mit Allerhöchstem Zutrauen beehrten Staatsdiener müsse alles leiten, der Ruf nach Freiheit sei das Grundböse, das immer Kampf gegen Recht und Ordnung wolle. Goethe stand ganz auf dem einseitigen Standpunkte des ruhig Besitzenden, der im behaglichen Genuss des Erworbenen, der bestehenden Ruhe und Ordnung um keinen Preis gestört sein mag, Schultz schaute von der Höhe des Beamten herab, die nur Gehorsam gegen höhere Befehle kennt.
Goethe gesteht, dass er Frau von Stein ein Mieder entwendet habe, um daran nach Lust und Laune zu schnuppern.

Mittwoch, 26. März 2008

Dienstag, 25. März 2008

Die ungeheuerlichste Kultur, die ein Mensch sich geben kann, ist die Überzeugung, dass die andern nicht nach einem fragen.
Meine Zeit wich von mir ab.
Für das grösste Unheil unserer Zeit, die nichts reif werden lässt, muss ich halten, dass man im nächsten Augenblick den vorhergehenden vergisst, den Tag im Tage vertut, und so immer aus der Hand in den Mund lebt, ohne irgend etwas vor sich zu bringen. Haben wir doch schon Blätter für sämtliche Tageszeiten, ein guter Kopf könnte doch wohl noch eins und das andere interpolieren. Dadurch wird alles, was ein jeder tut, treibt, dichtet, ja was er vorhat, ins Öffentliche geschleppt. Niemand darf sich freuen oder leiden, als zum Zeitvertreib der übrigen; und so springt’s von Haus zu Haus, von Stadt zu Stadt, von Reich zu Reich und zuletzt von Weltteil zu Weltteil, alles veloziferisch.
Glaube, dass du mich liebst.
Nur fort! Es ist ein grosser Jammer!
Du sollst in deines Liebchens Kammer,
Nicht etwa in den Tod!