Montag, 19. Juni 2006

 

In der neuern Zeit verfehlten wir nicht, den löblichen Einfluß anzuerkennen, den ihre Philosophie auf die Sinnesänderung der Franzosen ausübte, um sie von dem starren Sensualism zu einer geschmeidigern Denkart auf dem Wege des gemeinen Menschenverstandes hinzuleiten. Wir verdankten ihnen gar manche gründliche Einsicht in die wichtigsten Fächer britischer Zustände und Bemühungen. 

 

Dagegen mußten wir vor nicht gar langer Zeit unsre ethisch-ästhetischen Bestrebungen in ihren Zeitschriften auf eine Weise behandelt sehen, wo es zweifelhaft blieb, ob Mangel an Einsicht oder böser Wille dabei obwaltete; ob eine oberflächliche, nicht genug durchdringende Ansicht oder ein widerwilliges Vorurteil im Spiele sei. Dieses Ereignis haben wir jedoch geduldig abgewartet, da uns ja dergleichen im eignen Vaterlande zu ertragen genugsam von jeher auferlegt worden.

In den letzten Jahren jedoch erfreuen uns aus jenen Gegenden die liebevollsten Blicke, welche zu erwidern wir uns verpflichtet fühlen und worauf wir in gegenwärtigen Blättern unsre wohldenkenden Landsleute, insofern es nötig sein sollte, aufmerksam zu machen gedenken.

Montag, 12. Juni 2006

Donnerstag, 8. Juni 2006

 

Zum Bleiben ich, zum Scheiden du erkoren, Gingst du voran - und hast nicht viel verloren.

Montag, 22. Mai 2006

 

Ha! wie's in meinem Herzen reißt!

Samstag, 20. Mai 2006

Die lärmenden Kinder eines benachbarten Ballettmeisters verscheuchte er einst mit einer volltönenden donnernden Rede, in welcher er unter anderem die Frage aufwarf: „Kann man in Weimar keinen ruhigen Gedanken mehr haben?“ und die ebenso vorwurfsvoll an die den Unfug duldenden Nachbarn als an die Kinder selbst gerichtet war.

Freitag, 19. Mai 2006

Wenn er aber noch einige Jahre glücklich sein könnte, so wäre es ihm doch zu gönnen. Täuschungen über das andere Geschlecht hat er sich stets gemacht. Das findet man im Laufe seines Lebens. Seine erdichteten Frauen sind mehr Wahrheit als die wahren. Von der Frau Geheimrätin an ist er von seinem Zenit herabgestiegen.

Donnerstag, 18. Mai 2006

… und ich zweifle, ob ich ihn je wiedersehe. Es geht unendlich viel mit ihm dahin, meinem Glauben nach mehr, als je wieder in deutscher Sprache aufstehen wird.

Montag, 15. Mai 2006

Goethe grübelt jetzt gar denkreich in diesen Dingen, und jedes, was erst durch seine Vorstellung gegangen ist, wird äusserst interessant. So sind mir’s durch ihn die gehässigen Knochen geworden und das öde Steinreich ...