Montag, 12. Juni 2006
Donnerstag, 8. Juni 2006
Montag, 22. Mai 2006
Samstag, 20. Mai 2006
Die lärmenden Kinder eines benachbarten Ballettmeisters verscheuchte er einst mit einer volltönenden donnernden Rede, in welcher er unter anderem die Frage aufwarf: „Kann man in Weimar keinen ruhigen Gedanken mehr haben?“ und die ebenso vorwurfsvoll an die den Unfug duldenden Nachbarn als an die Kinder selbst gerichtet war.
Freitag, 19. Mai 2006
Wenn er aber noch einige Jahre glücklich sein könnte, so wäre es ihm doch zu gönnen. Täuschungen über das andere Geschlecht hat er sich stets gemacht. Das findet man im Laufe seines Lebens. Seine erdichteten Frauen sind mehr Wahrheit als die wahren. Von der Frau Geheimrätin an ist er von seinem Zenit herabgestiegen.
Donnerstag, 18. Mai 2006
Montag, 15. Mai 2006
Montag, 8. Mai 2006
Er küßte ihre Hand und wollte aufstehn;
aber wie im Traum das Seltsamste aus dem Seltsamsten sich entwickelnd uns
überrascht, so hielt er, ohne zu wissen, wie es geschah, die Gräfin in seinen
Armen, ihre Lippen ruhten auf den seinigen, und ihre wechselseitigen lebhaften
Küsse gewährten ihnen eine Seligkeit, die wir nur aus dem ersten aufbrausenden
Schaum des frisch eingeschenkten Bechers der Liebe schlürfen.
Donnerstag, 4. Mai 2006
Wie über
einen Fluß hinüber, der sie scheidet, zwei feindliche Vorposten sich ruhig und
lustig zusammen besprechen, ohne an den Krieg zu denken, in welchem ihre
beiderseitigen Parteien begriffen sind, so wechselte die Gräfin mit Wilhelm
bedeutende Blicke über die ungeheure Kluft der Geburt und des Standes hinüber,
und jedes glaubte an seiner Seite, sicher seinen Empfindungen nachhängen zu
dürfen.
Donnerstag, 27. April 2006
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