»Wenn
er vom besten Humor ist, mag er gern die Schrecknisse eines Familientisches
lebhaft schildern, wo jedes Glied mit fremden Gedanken beschäftigt sich
niedersetzt, ungern hört, in Zerstreuung spricht, muffig schweigt und, wenn gar
das Unglück kleine Kinder heranführt, mit augenblicklicher Pädagogik die
unzeitigste Mißstimmung hervorbringt. ›So manches Übel‹, sagt er, ›muß man
tragen, von diesem habe ich mich zu befreien gewußt.‹ Selten erscheint er an
unserm Tische und besetzt den Stuhl nur augenblicklich, der für ihn leer steht.
Seine Feldküche führt er mit sich umher, speist gewöhnlich allein, andere mögen
für sich sorgen. Wenn er aber einmal Frühstück, Nachtisch oder sonst
Erfrischung anbietet, dann versammeln sich alle zerstreuten Angehörigen, genießen
das Bescherte, wie Sie gesehen haben. Das macht ihm Vergnügen; aber niemand
darf kommen, der nicht Appetit mitbringt, jeder muß aufstehen, der sich gelabt
hat, und nur so ist er gewiß, immer von Genießenden umgeben zu sein. ›Will man
die Menschen ergötzen‹, hörte ich ihn sagen, ›so muß man ihnen das zu verleihen
suchen, was sie selten oder nie zu erlangen im Falle sind.‹«

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen